Jahresausflug nach Montpellier - August/ September 2012

Der Hinflug

Am 31. August 2012 war es endlich soweit. Der Jahresausflug der Hessen-Flieger Verein für Luftfahrt1924 Darmstadt e.V. in Kooperation mit dem DFS Fliegerclub e.V. nach Montpellier - Méditerranée (LFMT) konnte beginnen. Das Ziel wurde kurzfristig nach Wetterlage festgelegt. Morgens um 8:00 waren alle Teilnehmer pünktlich am Flugplatz in Frankfurt-Egelsbach (EDFE) versammelt. Die Streckenkarten sowie die Anflugkarten wurden verteilt, die Route besprochen und das Wetter nochmals geprüft. Auch die Flugpläne wurden aufgegeben, da es sich um einen grenzüberschreitenden Flug handelte. Dann ging es zu den Maschinen. Mit dabei waren die D-EXFS, D-ETLA, D-EIWK und die D-ETJA. Nach den obligatorischen Überprüfungen wurde getankt und dann endlich konnte es losgehen.

Frankfurt-Egelsbach (EDFE) nach Montebéliard-Courcelles (LFSM)

Der Start in Frankfurt-Egelsbach (EDFE) war unspektakulär und wie viele Male zuvor geübt. Ebenso der anfängliche Streckenflug bis zum Grenzübertritt. Die ersten englischen Funksprüche aus Frankreich waren ungewohnt. Aber vermutlich half das D in der Kennung unserer Flugzeuge, um zuvorkommend behandelt zu werden. Die notwendigen Freigaben für Sperrgebiete gab es immer. Konnte kein Funkkontakt hergestellt werden, wurden die Informationen am Boden per Telefon weitergegeben. Ein wenig Verwunderung kam nur bei der teilweise niedrigen Flughöhe auf, aber die Angaben waren klar. So waren wir zügig und gerade noch vor dem ersten Regen in Montebéliard-Courcelles(LFSM). Der Anflug war auf Grund des Wetters und der Sicht nicht ganz einfach, aber noch gut machbar. Am Platz selbst folgte aber eine ganz andere Herausforderung. Um die Tür im Zaun zum Flugplatzgebäude zu öffnen, musste die Funkfrequenz des Platzes auf einem Tastenfeld an der Tür eingegeben werden. Doch wie war nochmal die Frequenz? Dabei ist nur einem aufgefallen, das wenige Meter entfernt eine weitere Tür offen stand. Im Gebäude wurde schnell das Betanken und die Landegebühren bezahlt. Ansonsten sah man das übliche Bild von Köpfen die über Karten und IPads hingen. Wie fliegen wir am Besten weiter? Wie sieht das Wetter aus? Oder müssen wir etwa zurück?

Montebéliard-Courcelles (LFSM) nach Lyon-Bron (LFLY)

Nachdem das Wetter sich gebessert hatte, ging es weiter nach Lyon-Bron (LFLY). Da in Montebéliard-Courcelles (LFSM) niemand mehr auf der Frequenz antwortete (es war gerade Mittagszeit), wurde der Funkspruch auf französisch abgesetzt und gestartet. Die Route führte uns über Besançon nach Macon und dann auf Südkurs nach Lyon. Dort wurde, wie von den erfahrenen Kollegen vermutet, der Platz überflogen, um dann nach einer Rechtskurve den Platz aus Süden her anzufliegen. Es folgte das übliche Prozedere mit Tanken, Bezahlen und die weitere Route besprechen. Da wir aus Egelsbach genug Sprit dabei hatten, war hier unser erster Tankstopp. Auf Grund der knappen Zeit gab es auch hier nur einen kurzen Stopp und das Essen fiel aus.

Lyon-Bron (LFLY) nach Montpellier - Méditerranée (LFMT)

Das letzte Stüuck nach Montpellier - Méditerranée (LFMT) erfolgte, zumindest für die D-ETJA, als IFR-Flug. Die Flugstrecke wich deshalb von der Flugstrecke der anderen etwas ab. Auch die Sicht war stellenweise schlechter, da es jetzt durch die Wolken ging.
Interessant war auch die zunehmende Eisbildung an den Tragflächen und der Cockpitscheibe. Diese war aber nur gering und löste sich nach dem Durchfliegen der Wolken wieder auf. Beim Anflug in Montpellier - Méditerranée (LFMT) wurde es nochmal spannend. Erwarteten wir doch einen ILS-Anflug, bekamen wir auf einmal die Anweisung auf Sicht zu landen. Kurz darauf wurde dies jedoch korrigiert. Wir wurden einfach mit der D-ETLA verwechselt, die sich auch gerade auf die Landung vorbereitete. Wir flogen dann weiter und erwarteten den ILS-Anflug. Die Anweisung dazu kam auch etwas verspätet, aber die Landung gelang dennoch problemlos. Schön anzusehen waren auch die größeren Flugzeuge am Gate oder auch auf der Piste kurz nach der eigenen Landung. Das Auffinden der richtigen Parkposition war unter Mithilfe per Funk auch kein großes Problem. Nachdem alle versammelt waren, ging es durch das GAT zur Bushaltestelle. Das Hotel in Montpellier war nach kleinen Umwegen auch gefunden und von dort ging es abends quer durch die Stadt zu einem guten Essen. Den meisten Teilnehmer war aber die Portion zu klein.

Ausflug nach Empuriabrava (LEAP)

Am Samstag ging es nach dem Frühstück wieder zum Flughafen Montpellier - Méditerranée (LFMT). Auf dem Plan stand ein Flug nach Spanien (Empuriabrava (LEAP)). Die Idee entstand kurzfristig beim Frühstück. Da die Zeit drängte, ging es per Taxi zu den Fliegern. Es folgte die übliche Planung und Besprechung. Die Aufgabe der Flugpläne erfolgte per Telefon. Die Frage ”Do you speak English?“ wurde aber verneint. Die Flugplanaufgabe musste also auf französich erfolgen. Nach den Vorbereitungen konnte es also losgehen. Es ging dann an der Küste entlang (Sète, Agde, Narbonne, Perpignan, Bynyuls-sur-Mer) nach Empuriabrava. Der Flug war zunächst ruhig, man konnte aber den starken Wind auf dem Wasser sehen und auch spüren. Die Information über 40 kts Wind am Zielplatz lies uns nicht zurückschrecken.Wir hatten genug getankt um notfalls wieder umkehren zu können. Es wurde dann auf spanischer Seite zunehmend unruhiger und auch der Anflug gestaltete sich schwierig. Der Wind lies in Bodennähe aber etwas nach und war nicht mehr so böig. Die Landung war geschafft. Vom Platz aus machten wir uns auf den Weg zum Strand wo einige von uns die Gelegenheit nutzen um im Meer zu baden. Direkt am Strand gab es auch noch etwas zu Essen. Der Rückflug gestaltete sich dann problemlos. Die Route war jetzt bekannt und durch die Küstenlinie generell einfach zu navigieren. Die Aussicht war perfekt und hin und wieder konnte man auch einen der anderen Mitflieger ausmachen. Die Landung in Montpellier - Méditerranée (LFMT) verlief wie erwartet routiniert ab. Interessant war dann die kurz darauf folgende Landung eines Airbus der Air France, der uns kurze Zeit später beim Rollen wieder begegnete. Insgesamt machten sich vier Flieger auf den Tagessausflug. Die D-EIWK blieb an diesem Tag am Boden. Da es Probleme mit dem Anlassen gab, wollten wir nicht riskieren, die Maschine im Ausland stehen lassen zu müssen.
 

Der Rückflug

Montpellier - Méditerranée (LFMT) nach Lyon-Bron (LFLY)

Am darauffolgenden Tag ging es auch schon wieder zurück. Früh morgens ging es zum Flughafen. Wir erwarteten starken Gegenwind und rechneten somit mit einer längeren Flugzeit. Die Maschinen waren am Vorabend schon betankt worden. Es wurde nur noch schnell bezahlt und dann ging es wieder los. Der Zielplatz war jetzt bekannt. Die Sicht hätte stellenweise besser sein können, es war aber immer fliegbar. Die Cessna war 2 nm vor uns, flog dann aber eine etwas andere Route und wir verloren Sie aus den Augen. Beim Anflug auf Lyon-Bron (LFLY) wurde uns noch eine Cessna 150 auf Gegenkurs gemeldet, welche uns kurze Zeit später unterflog. Wir entschieden uns nicht hier, sondern erst beim nächsten Stopp zu tanken.

Lyon-Bron (LFLY) nach Nancy Essey (LFSN)

Auf Grund des Wetters sollte unser nächster Stopp Nancy Essey (LFSN) sein. Laut Planung wollten wir nur kurz tanken. Da in Lyon-Bron (LFLY) ein PC bereit stand, nutzten wir die Gelegenheit, um die Flugpläne f¨ur den Grenzübertritt schon abzuschicken. Der Flug war ruhig und es gab landschaftlich auf diesem Abschnitt auch nicht viel zu sehen. Wir landeten also wie geplant in Nancy Essey (LFSN) und wurden nach dem Abrollen von den Kollegen direkt zum Tanklaster geschickt. Über Funk nachfragen ging leider nicht, dort war alles ruhig. Doch wie wir nach kurze Zeit feststellen mussten, war an diesem Platz nicht viel Betrieb. Auch im Flugplatzgebäude war, außer im Restaurant, nicht viel los. Das übliche Prozedere über die Eingabe der Frequenz an der Eingangstür war jetzt bekannt. Es lies sich aber niemand finden, der uns etwas Sprit verkaufen konnte. Auch die Personen in den Hallen konnten uns nicht weiterhelfen. Nachdem auch die D-EXFS eintraf, überlegten wir, wie es weiter gehen sollte. Die D-EIWK hatte sich gegen den Zwischenstopp in Nancy Essey (LFSN) entschieden und war direkt nach Frankfurt-Egelsbach (EDFE) geflogen. Jetzt wurde nochmals in die Tanks geschaut und letztendlich entschieden, nach Zweibrücken (EDRZ) zu fliegen.

Nancy Essey (LFSN) nach Zweibrücken (EDRZ)

Es ging jetzt also auf nach Zweibrücken (EDRZ). Der Flug war vergleichseise kurz, ein kleiner Sprung. Der aufgegebene Flugplan wurde per Funk korrigiert, was auch unproblematisch war. Der Anflug auf Zweibrücken (EDRZ) bot die Möglichkeit, ein ILS abzufliegen. Das gelang auch relativ gut, bis auf die etwas hohe Geschwindigkeit. Sicherlich ergibt sich diese Möglichkeit erneut. In Zweibrücken (EDRZ) stand schon der Tanklaster bereit. Die D-ETLA war zuvor gelandet und hatte diesen schon gerufen. Es erfolgte der letzte Pilotenwechsel f¨ur den Rückflug nach Frankfurt-Egelsbach (EDFE).

Zweibrücken (EDRZ) nach Frankfurt-Egelsbach (EDFE)

Der Start in Zweibrücken (EDRZ) war nochmals interessant. Wurden wir doch vor einem größeren Jet auf Kollisionskurs gewarnt. Das Flugzeug war aber sehr schnell gefunden und stieg so schnell, dass er für uns eigentlich nicht relevant war. Noch kurz ein Blick auf das Atomkraftwerk Biblis geworfen und schon waren wir am Ende der Tour angekommen. Nach dem Abstellen wurden die Maschinen noch geputzt und der Papierkram ging los. Insgesamt war der Jahresausflug doch sehr schnell vorbei. Ich denke, wir sind alle im nächsten Jahr wieder dabei.

 

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